Verdrängung hat viele Gesichter – Filmvorführung

Donnerstag 9 April 17 Uhr, Werkstattkino Fraunhoferstr 9 80469 München

+++Anschließend Diskussion mit den Filmemachern+++
Zum Film:
„Berlin. Ein kleiner Kiez zwischen Ost und West. Verwilderte Brachen am ehemaligen Mauerstreifen. Motorsägen und Baukräne. Neubauten, Eigentumswohnungen und steigende Mieten. Versteckte Armut, AltmieterInnen, zugezogene Mittelschicht, Architekten, Baugruppen. Auf engstem Raum wird ein Kampf ausgetragen. Von Gesicht zu Gesicht. Direkt. Ohne Blatt vor dem Mund. Ängste artikulieren sich. Auf allen Seiten. Wut verschafft sich Ausdruck. Ein Kampf um Millimeter. Um den Kiez. Um Würde. Und um das eigene Leben.“

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Mehr Infos: https://berlingentrification.wordpress.com/

 

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Alte Kuvertfabrik wird luxus-saniert – Presseartikel

Die Alte Kuvertfabrik wird luxus-saniert – falls unser Alternativ-Konzept nicht umgesetzt werden kann.  Wir haben selbst vor mehr als 4 Jahren den Denkmalschutz mit den Pasingern zusammen erwirkt (Unterschriften-Aktion), damit das Gebäude nicht abgerissen wird ! – siehe 
Anbei ein Beitrag über unser Alternativ-Konzept im Bayerischen Fernsehen in der Abendschau vom Mittwoch, den 23.7.2014:
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Kegelhofmühle Pressemitteilung vom 20.7. der Schnecken von el Caracol.

Pressemitteilung vom 20.7. der Schnecken von el Caracol.
Für einen heißen stadtpoltischen Sommer in München!

Im Viertel Angekommen!
Symbolische Besetzung der leer stehenden Kegelhofmühle stößt auf breites Wohlwollen der Nachbarschaft / Stadt nimmt Gesprächsangebot nicht an

Seit Freitagnachmittag haben wir, die Wohnprojektgruppe „El Caracol“, einen runden Tisch im verlassenen Kegelhof in der Münchner Au installiert. Mit Kaffee & Kuchen, auf Biergarnituren und in lockerer Atmosphäre wurde öffentlich über städtischen Leerstand und mögliche alternative Nutzungskonzepte diskutiert. Eingeladen waren sowohl Anwohnerinnen und Anwohner als auch politische Entscheidungsträgerinnen und -träger der Stadt. Letztere nahmen das Gesprächsangebot nicht an, von der Nachbarschaft wurde die Aktion dagegen positiv aufgenommen und begrüßt.

Passantinnen und Passanten suchten das Gespräch und beteiligten sich rasch an spontanen Diskussionen. Auf Plakaten konnten Kritik und eigene Anregungen für die Nutzung eingebracht werden. Häufig wurde bei den Diskussionen die bestehenden Pläne zur Nutzung des Kegelhofs seitens der GWG heftig kritisiert. Die städtische Wohnbaugesellschaft möchte das historische Gebäude teilweise abreißen und an dessen Stelle frei finanzierte und somit teure Wohnungen sowie Büros für die eigene Verwaltung errichten. Besonders die geplanten Büros stoßen auf großes Unverständnis, weil es daran in München nun wirklich keinen Mangel gibt und sie zudem, in einem solch idyllischem Wohngebiet einfach nichts zu suchen haben. Verwunderlich ist zudem, dass die GWG die vom Bezirksausschuss dringend geforderte Errichtung einer Kindertagesstätte aufgrund der mangelnden Freifläche ablehnte. Das erscheint äußerst absurd, liegt doch direkt neben dem Gelände ein großzüger städtischer Spielplatz.

Für die zukünftige Nutzung des Kegelhofs wünschten sich die Anwohnerinnen und Anwohner neben bezahlbaren Wohnungen ein Kulturzentrum, einen Nachbarschaftstreff, ein Begegnungszentrum, Werkstätten sowie einen Skatepark.

Wir, die Wohnprojektgruppe „El Caracol“ , eine Gruppe von 25 Personen im Alter von 1 – 60 Jahren, bemühen uns seit Monaten um die Nutzung eines der leerstehenden Gebäude der Stadt um dort ein generationsübergreifendes, integratives und bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Während der Kommunalwahlen war uns von allen politischen Fraktionen dazu Wohlwollen und Unterstützung zugesagt worden. Davon spüren wir leider mittlerweile nicht mehr viel. Uns geht es dabei um keinerlei Extrawürste, sondern wir möchten dauerhaft unkommerzielle Freiräume schaffen und hiermit für ein lebenswertes Stadtklima sorgen. Die Aktion am Kegelhof verstehen wir als Auftakt. Mit vielfachen Aktionen zum ungenutzten städtischen Leerstand möchten wir die Stadtgesellschaft wach rütteln und die Stadt ermutigen progressive und alternative Wohnmodelle endlich ernst zu nehmen und zu fördern.

„Der große Zuspruch der Nachbarschaft hat uns gezeigt, dass viele MünchnerInnen unseren Einsatz für bezahlbaren Wohnraum und Freiräume begrüßen und wichtig finden“, kommentiert Claus Sasse von ‚El Caracol‘. „Leider hat die Stadt offenbar andere Prioritäten. Unser Gesprächsangebot wurde nicht angenommen, Vertreterinnen von Politik und Behörden ließen sich nicht blicken. Wir werden weitermachen, bis die Stadt endlich einlenkt und unser Projekt für ein lebenswerteres München unterstützt!“

http://www.elcaracol.info/de/

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MEHR LÄRM FÜR MÜNCHEN – KRACHPARADE am 19. Juli 2014

Recht Auf Stadt München unterstützt wärmstens MEHR LÄRM FÜR MÜNCHEN – KRACHPARADE am 19. Juli 2014

Anbei der Text der Initiative „Rettet die Münchner Freiheit“:

 

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Liebe Freunde und Unterstützer,

Die Initiative Rettet die Münchner Freiheit organisiert am Samstag, den 19. Juli 2014 eine MUSIK- & TANZDEMO gegen die Stilllegung kultureller Freiräume durch Luxussanierungen in München. Unter dem Motto „MEHR LÄRM FÜR MÜNCHEN“ wollen wir uns mit viel Spaß an der Sache unser Recht auf freiheitliches Leben und Mitgestaltung des öffentlichen Raums lautstark zurück erkämpfen. Wir würden uns dabei über eure Unterstützung (Teilnahme, Werbung oder aktives Mitwirken) sehr freuen.

Die Stadt verscherbelt öffentliche Grundstücke an Immobilienhaie statt Bürgerzentren zu errichten. Musiker werden von der Straße verwiesen, Künstlerquartiere aufgelöst, Subkulturen eingesperrt. Ja sappralott, wem gehört die Stadt denn eigentlich? Doch wohl UNS ALLEN! Wir haben ein Recht unser München zu gestalten.

Ein aktuelles Beispiel für die fortschreitende Stilllegung des freiheitlichen Lebens in München ist der fast fertiggestellte Neubau an der Feilitzschstraße 7-9 (ehemals Schwabinger 7, Monopol-kino…). An diesem Bau wird deutlich, auf welche Art und Weise Luxussanierungen lebendige Stadträume zerstören. Orte, an denen Menschen sich begegnen: Kneipen, Kinos, Restaurants werden durch  „stilles Gewerbe“, wie Bücher- oder Möbelläden, ersetzt. Aus Sicht der Investoren, mit Blick auf die maximale Rendite, ist dieses Vorgehen konsequent. Denn nur durch eine Stilllegung ist maximaler Profit mit Kaufpreisen von über 10.000€/m² und der Verdrängung von bezahlbarem Wohnraum möglich.

Doch nicht nur Investoren legen München lahm, auch die Politik selbst trägt ihren Teil dazu bei. Dies zeigt sich beispielsweise am Gärtnerplatz, wo seit diesem Sommer Streetworker öffentlichen Raum ruhiger stellen sollen. Statt großstädtisches Leben zuzulassen, sieht sich die Stadt München stets in der Pflicht für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

GEBT UNS UNSEREN LÄRM UND UNSERE FREIRÄUME ZURÜCK! 

Die Stadt darf nicht den leisen, stillen Luxusplanern überlassen werden. Wir wollen das Übel der städtischen Stilllegung an der Wurzel packen – mit MEHR LÄRM FÜR MÜNCHEN. Wo wir Bewohner uns treffen, gute Laune haben, da sind wir auch mal laut. Wo Lärm und Krach herrschen, kommt keiner auf die Idee 10.000€/m² für ein luxuriöses Penthouse auszugeben und bezahlbaren Wohnraum zu verdrängen. Leben, gute Laune und Lärm dürfen nicht zugunsten einer teuren Tristesse verschwinden. Weiterlesen

Gastartikel: AufgeMUCkt

Am 17.06. können alle wahlberechtigten Münchner_innen gegen eine dritte Startbahn für den Flughafen stimmen. Warum sie das tun sollten zeigt Helga Stieglmeier, die Sprecherin der Bürger_inneninitiative „AufgeMUCkt“ in einem Gastartikel.

Es kann so einfach sein. Wenn am 17. Juni die Münchnerinnen und Münchner gegen die dritte Startbahn stimmen, dann findet unser jahrelanger Kampf ein erfolgreiches Ende. Denn die Stadt München ist – neben Land und Bund – Gesellschafterin der Flughafen-München-Gesellschaft (FMG). Und da bei großen Investitionen Einstimmigkeit herrschen muss, kann die Stadt tatsächlich dieses unsinnige Großprojekt verhindern. Allerdings muss sie erst durch den Bürgerentscheid auf diesen Weg der Vernunft gebracht werden. Denn noch steht die Stadtratsmehrheit hinter dem Wachstumskurs der FMG.

Dabei gibt selbst die FMG zu, dass mit dem bisherigen Zwei-Bahnen-System deutlich mehr als 480 000 Flugbewegungen pro Jahr abgewickelt werden können. Der bisherige Spitzenwert lag bei 430 000. Und das war im Jahr 2008! Seither haben sich die Flugbewegungen bei rund 400 000 eingependelt – es ist also noch genügend Spielraum vorhanden, zumal sich die Obergrenze durch einen optimierten Betrieb noch nach oben verschieben ließe.

Glücklicherweise geht aber die Tendenz ohnehin eher in die entgegen gesetzte Richtung. Sogar die hochpreisige Lufthansa hat massive Probleme, weil sich selbst bei ihr die steigenden Kerosinpreise immer stärker auswirken. Bei den Billiglinien haben die Treibstoffpreise natürlich einen noch viel höheren Anteil an den Gesamtkosten – da werden die Wachstumsphantasien der FMG noch schneller an ihre Grenzen stoßen. Denn die Preise müssen steigen, da die Erdölförderung ihren Höhepunkt überschritten hat und gleichzeitig die Nachfrage, gerade aus den Schwellenländern, massiv ansteigt.

Deswegen geht es am 17. Juni nicht nur um das ökologische Ziel, das Erdinger Moos vor seiner weiteren Zerstörung zu bewahren. Es gilt auch, diesen ökonomischen Unsinn zu verhindern. Bereits heute hat die FMG 2,7 Milliarden Euro Schulden, darunter fast 500 Millionen bei uns SteuerzahlerInnen. Für eine weitere Milliarde müssten letztlich auch wieder wir SteuerzahlerInnen geradestehen. Mit Geld, das an anderer Stelle ungleich wichtiger gebraucht würde: in Pflegeheimen und Kitas, in Unis oder Schulen.

Wir bitten deshalb alle Münchnerinnen und Münchner eindringlich: Helft Euch und uns am 17. Juni mit Eurer Stimme gegen diese wahnwitzige Startbahnplanung. Stimmt auch in unserem Namen mit Nein. Denn wir – die Hauptbetroffenen – dürfen nicht abstimmen.

Und hier noch ein Tipp für alle: Schaut bitte gleich auf die Seite www.meine-muenchner-stimme.de. Und telefoniert heute noch mit euren Münchner Bekannten. Es sind mehr als ihr denkt. Wenn alle wirklich anpacken, dann können wir es schaffen.

Helga Stieglmeier, Sprecherin der Bürgerinitiative AufgeMUCkt

Hamburg und München – Gemeinsamer Protest gegen die Bayerische Hausbau

Die Initiative ESSO-Häuser aus Hamburg St.Pauli und das Hamburger Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ haben am Montag, den 05.03.2012, den Sitz der Bayerischen Hausbau in München einen Besuch abgestattet. Aktivist_innen aus den Hamburger und Münchener Netzwerken „Recht auf Stadt“ sowie der Fanszene beider Städte haben vor der Zentrale der Bayerischen Hausbau protestiert, in Form eines symbolischen Abrisses vor der Geschäftsstelle, ausgestattet mit Baggern und einer Abrissbirne. Ein öffentliches Gespräch mit den Aktivist_innen lehnte Hr. Taubenberger, Pressevertreter der Bayerischen Hausbau, jedoch ab.
Die Bayerische Hausbau hatte Anfang Februar in Hamburg den Dialog mit den Mieter_innen aufgekündigt und will nun gegen den Willen der Mieter_innen und Lokalpolitik den Abriss forcieren. Die Initiative ESSO-Häuser fordert hingegen den Erhalt der Bausubstanz, Instandsetzung, unbefristete Mietverträge für alle Mieter_innen und langfristige Mietverträge für die Gewerbetreibenden. Zudem arbeitet sie derzeit an einem eigenen Konzept für das Areal, das u.a. die Schaffung von Sozialwohnungen vorsieht. Eine Beteiligung von Unten sowie die Umsetzung eigener Vorhaben ist aus dem Stadtteil St. Pauli nicht wegzudenken.

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Yuppies!

Egal ob London, Moskau, Paris oder München, beinahe alle Bewohner einer europäischen Metropole stehen vor ein und demselben Problem: ihre einstmals günstigen Wohngegenden verändern sich immer mehr und sie werden verdrängt.

Am Anfang dieses Aufwertungsprozesses, der von Stadtforschern als Gentrifizierung bezeichnet wird, steht eine Wohngegend in der die Mieten noch bezahlbar sind und die gerade deswegen für Künstler und Studenten interessant ist. Sie ziehen in dieses Viertel und verändern es: Kreative eröffnen Galerien, Studenten bevölkern die Bars und es wird ein alternativer Lebensstil in das Viertel getragen. Plötzlich ist es Trend in einem solcher Viertel zu wohnen und wer etwas von sich hält, mietet sich hier ein. Angezogen durch die günstigen Grundstückspreise und dem zu erwartenden Profit werden nun auch Investoren aufmerksam. Banken und Immobilienunternehmen kaufen Grundstücke im großen Stil und sanieren diese. Am Ende der Gentrifizierung, die hier natürlich nur kurz dargestellt ist, ist das Viertel nicht mehr wieder zu erkennen. Nicht nur die Gebäude haben sich verändert sondern auch die soziale Zusammensetzung. Es hat ein kompletter Austausch der Bevölkerung stattgefunden und von den einstigen Bewohnern, Künstler oder Studenten finden sich hier niemand wieder. Weiterlesen